Zwei- bis viertägige Wildniswanderungen

Um mit der Natur tiefer in Kontakt zu kommen lernst du während der Wanderung Elemente aus der Natur- und Wildnispädagogik kennen: es werden Tast- Geruchs- Gehör- und Augensinn spielerisch angeregt. Je nach Jahreszeit öffnen wir ein Tor zur Vogelwelt oder vielleicht erkennen wir, dass Bäume und Pflanzen ein Gesellschaft bilden. Dabei geht es nicht um die Namen und ihren Nutzen kennen zu lernen, sondern sie auf eine andere Art als wir es gewohnt sind wahrzunehmen. Wir berühren je nach Länge der Wanderung weitere Themen aus der Natur- und Wildnispädagogik z.B das Thema Orientierung mit und ohne Kompass und Karte, bauen um zu übernachten Tarps auf, kochen aus gesammelten Pflanzen Suppen und Tees am Feuer, probieren einen Feuerbohrer aus oder schnitzen mit Hilfe des Feuers einen Löffel am abendlichen Feuer.

Manchmal streifen wir kurz querfeldein an Bachläufen und Hügelketten oder besuchen Wildwechsel um Spuren zu finden oder gar ein Tierwesen beobachten zu können.

Vor Allem aber, verbinden wir uns mit uns selbst und erweitern unsere Wahrnehmen mit Hilfe der Natur!

Wo finden die zwei-, drei-, und viertägigen Wildniswanderungen statt?

Die bis zu 4 tägigen Wildniswanderungen finden im und über dem Tösstal des Zürcher Oberlandes statt. Es ist eine wunderschöne und aussichtsreiche Gegend und das Tösstal rund um die hintere Töss mit ihren Giessen aus Kalkstein geformt mit der wilden Natur geben den Wildniswanderungen auch die richtige Stimmung um uns von dieser teils so mystischen Gegend faszinieren zu lassen. Mitunter kommt es vor, dass wir Gemsen begegnen und seltsam skurril geformte Bäume uns zum verweilen einladen. Übernachtet im Freien unter Tarps, wenn es lange Zeit ganz stark regnet können wir auch mal in eine Hütte ausweichen.

Was ist Wildnispädagogik

Die Wildnispädagogik ist eine Art von Lehren die heute Coyote-Teaching genannt wird. Die Methode wurde von den Naturvölkern abgeleitet; der Lehrer ist ein Mentor, der kein Programm an Wissen weitergibt, sondern den Lernenden bei seinen eigenen Lernweg durch die Natur begleitet. Der Mentor ist Vermittler zwischen dem Lernenden und der Lehrmeisterin, der Natur. Er weckt Neugierde und erzeugt im Lernenden ein inneres Verlangen, Antworten zu finden und sich mit dem Verwoben-Sein mit der Natur bewusst zu werden um so in tiefes, inneres Wissen vorzudringen. So entsteht Wissen dass auf Erfahrung gegründet ist.

Für die Naturvölker ist die Wildnis ihr zu Hause, die Tiere, Pflanzen und Mineralien betrachten sie als ihre Freunde und Partner. Sie wissen auch, dass die Freundschaften nicht selbstverständlich sind. Deshalb enthalten ihre Kulturen auch kraftvolle Pflegemittel für diese Beziehungen. Dazu gehört erlebnisorientierte Übungen, Schulung der Wahrnehmung und ein enormes Wissen über natürliche Zusammenhänge. Die Dankbarkeit ist einer ihrer wichtigsten Aspekte dieser Beziehungen und wird in Form von Zeremonien zum Ausdruck gebracht. Diese Werkzeuge wurden über zahllose Generationen weitergegeben. Dieses Erbe können auch zivilisiert lebende Menschen antreten, die sich wieder auf die grundliegenden Dinge des Lebens ausrichten möchten.

Ein Interview mit Jon Young um was es bei Wildnispädagogik geht (Coyote-Guide)